Diamanten könnten knapp werden

Rohdimant weiss pink champagner

Wie Die Presse schreibt, könnten Diamanten in Zukunft knapp werden und die Preise steigen. Gemäss „Global Diamond Report“ von Bain & Company wurden im vergangenen Jahr mehr Diamanten geschürft als im Jahr zuvor. Dies, um insbesondere die steigende Nachfrage in den USA und China zu befriedigen. Dort sind es vorwiegend junge Käufer, welche auf grosse und qualitativ hochwertige Diamanten setzen. Gemäss Oliver Merkel von Bain & Company wird sich dieser Trend bis in die 2030er Jahre fortsetzen.

Gleichzeitig investieren die Minenbetreiber immer weniger in die Neu-Erschliessung von Diamantenvorkommen und die bestehenden Minen stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Was bereits bei üblichen Grössen und Qualitäten ein ein Thema ist, akzentuiert sich insbesondere bei farbigen Diamanten. Die Argyle Mine von Rio Tinto, welche 90 Prozent der rosaroten Diamanten fördert, wird 2020 nach 37-jähriger Produktionsdauer eingestellt. Auch die zu Rio Tinto gehörende Diavik Mine in Kanada wird 2024 seine Produktion einstellen.

Steigende Diamantpreise?

Die Folge dieser Verknappung sollen laut Bain & Company steigende Diamantenpreise sein.

Die Realität zeigt zur Zeit allerdings ein anderes Bild. Weltweit kämpfen Juweliere eher mit sinkenden Umsätzen und auch die Preise sind seit Jahren generell eher im Sinkflug. Generell deshalb, weil sich Diamantpreisentwicklungen jeweils abhängig von Grösse und Qualitäten deutlich unterscheiden können.

Für Käufer aus dem Euro oder Schweizer Franken Raum ist zudem die Kursentwicklung zum US Dollar ein wichtiges Thema, da Diamanten in US Dollar gehandelt werden. Gerade der aktuell starke Franken lässt die Preise weiter sinken und ermöglicht aus diesem Grund eine günstige Investition oder grösseres Schmuckstück als noch vor ein paar Jahren.

Foto: Rohdiamanten Argyle Diamantmine, Courtesy of Rio Tinto, Copyright © 2019 Rio Tinto