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Diamanten für Anleger

 

Diamanten - ein aussichtsreicher Markt

17.10.2005   ki - GOLDINVEST.de Daily

Der Diamanten-Krösus De Beers geht davon aus, dass langfristig eine steigende Nachfrage nach Diamanten bestehen bleibt. Im Moment gibt es aber eine Differenz zwischen Diamantenbestand und Nachfrage. Dies könnte in Zukunft zu Gewinnen für den Anleger führen. Im Gegensatz zum Goldindex ist der Diamantenindex seit den achtziger Jahren stetig angestiegen.

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Diamanten könnten ein lukratives Geschäft werden. Insgesamt rechnen Analysehäuser wie Macquarie Bank aus Australien in Einklang mit den großen Bergbaukonzernen des Kontinents BHP Billiton und Rio Tinto mit einem Produktionsrückgang bei Diamanten von weltweit ein bis zwei Prozent pro Jahr für die nächsten zehn Jahre. Dagegen soll die Nachfrage um drei Prozent pro Jahr in den nächsten zehn Jahren ansteigen. Grund dafür ist die steigende Nachfrage aus den USA, dem mittleren Osten und Asien. Der Ausblick auf den Diamantenmarkt fällt also sehr positiv aus.

Die meisten südafrikanischen Minen von De Beers sind von der Schließung bedroht. Der Rand ist konstant hoch und die Produktionskosten bei den Diamantenminen steigen stetig an.

Die Gesellschaften investieren immer mehr in die Suche neuer Abbaugebiete, jedoch dauert es fünf bis zehn Jahre bis eine neue große Mine produzieren kann.

De Beers erwartet für das Jahr 2005 eine Produktion von 50 Millionen Karat. Der Hauptanteil davon, nämlich 33 Millionen Karat stammt aus Botswana, 15 Millionen Karat kommen aus Südafrika. Verkauft wurden bisher in 2005 mehr Diamanten als in den letzten zehn Jahren, wobei das Weihnachtsgeschäft noch aussteht. In den acht Wochen vor Weihnachten werden immer die meisten Diamanten verkauft. De Beers investiert 100 Millionen US-Dollar pro Jahr in die Exploration. Projekte in Guinea, Angola und Botswana versprechen 12,5 Millionen Karat pro Jahr. Projekte im Kongo, in Angola, Indien, Kanada und Russland lassen auf 25 Millionen Karat pro Jahr hoffen.

Auch die Minen von Rio Tinto und BHP Billiton, die immerhin zusammen 13 Prozent der Weltproduktion ausmachen, müssen Produktionsrückgänge hinnehmen. Beide produzieren vor allem im Nordwesten von Kanada. Rio Tinto, ein australischer Bergbaugigant, ist die fünftgrößte Diamanten-Minengesellschaft und bedient sieben Prozent des Diamantenbedarfs der Welt. De Beers liegt mit 41 Prozent an der Spitze der Gesamtproduktion. Noch erwähnenswert sind die russische Alrosa mit 17 Prozent, der Staat Angola mit 10 Prozent und die Demokratische Republik Kongo mit neun Prozent. BHP Billiton beherrscht sechs Prozent der weltweiten Diamantenproduktion und ist damit die sechstgrößte Diamantengesellschaft.

Ein weiteres interessantes, wenn auch kleineres Diamantenunternehmen ist Kimberley Diamonds (KIM) aus Australien. Seit 2003 läuft die Produktion, der volle Betrieb der Mine soll im Herbst 2006 aufgenommen sein. Bis zum Jahre 2007/2008 soll die Förderung auf 700.000 Karat jährlich gesteigert werden. Im Jahr 2005 wird KIM 240.000 Karat fördern.

Durch die aktuelle Lage auf dem Diamantenmarkt schließen sich immer mehr Unternehmen zusammen und treffen Vereinbarungen, um ihre Produktivität zu steigern. Dies bietet Anlegern ein reichhaltiges Spielfeld. Der Einsatz könnte sich lohnen.

Der Diamantengigant De Beers, im speziellen die Tochter De Beers Australia Exploration Limited (DBAE), hat sich jetzt mit Flinders Diamonds zusammengeschlossen.

Flinders (ISIN: AU000000FDL3/WKN: 529921) ist eine Diamantenminen- und Explorationsgesellschaft mit Projekten in den Northern Territories und in Westaustralien. Die Vereinbarung erlaubt es De Beers, ansässig in Südafrika, bis zu 70 Prozent an jedem Abbaugebiet des Flinders Diamonds’ Hamersley-Projekt im nördlichen Westaustralien zu verdienen. Dies aber erst nachdem die australische Gesellschaft selbst die 100-prozentige Kontrolle über die betreffende Fläche innehat. Beide Unternehmen sollten von der Vereinbarung profitieren. Das bisherige Hamersley-Projekt, übrigens das Hauptabbaugebiet von Flinders Diamonds, war bisher von Flinders und Prenti Exploration Pty Ltd zusammen bearbeitet worden.

Eine Vereinbarung kam auch zwischen Petra Diamonds und Mano River Resources zustande.

Petra Diamonds sucht in Angola und Südafrika nach Diamanten. Im Februar 2005 hat sich Petra auch mit Crown Diamonds NL zusammengeschlossen.

Auch zusammengeschlossen haben sich Shore Gold Inc. und Kensington Resources Ltd.. Shore sucht Gold in Saskatchewan. Bei beiden handelt es sich um relativ junge Unternehmen.

Auch die kanadische Aber Diamonds mit ihrem 40prozentigen Anteil an der Diavik-Mine im Norden Kanadas bleibt interessant für Investoren. 2006 dürften zirka neun Millionen Karat aus Diavik hervorkommen. Der Aber-Anteil beträgt zirka 3,6 Millionen Karat. Die Mine arbeitet mit reinen Abbaukosten von rund 24 US-Dollar je Karat, inklusive Investitionen und Abschreibungen sind die Gesamtkosten rund 40 bis 45 Dollar je Karat.

GOLDINVEST.de berichtet und kommentiert das aktuelle Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung von Minengesellschaften, insbesondere aus den Bereichen Gold- und Silber, aber auch bei Basismetallen und sonstigen Rohstoffen. Weitere Infos unter: www.goldinvest.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des Kolumnisten wider. Diamanthaus übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. Der Artikel wurde am 17.10.2005 auch durch Finanzen.net publiziert.